Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben ...

Arrak

 

Er war der erste Welpe, bei dessen Geburt ich ganz alleine mit einer Hündin war. Stefan war schon den Tag vorher auf Inter-Vp gefahren, da der errechnete Geburtstermin erst 4 Tage später war. Ariba und ich waren also schon die ganze Nacht nervös und am Morgen setzten die Wehen ein. Arrak war, wie gesagt, der 1. Welpe von Ariba überhaupt. Ein prächtiger Bursche von 320 Gramm. Da ich so aufgeregt war und Ariba irgendwie nicht traute, als sie an der Nabelschnur rumkaute, nabelte ich ihn schließlich ab. Er hatte schneeweiße Füße und Krallen und einen riesigen weißen Brustfleck. Ich war froh, dass er gesund war, aber gleichzeitig auch entsetzt wegen der Füße und Krallen. Nach wenigen Tagen hatte er eine Augenentzündung infolge derer sein Auge mit einem Skalpell frühzeitig geöffnet werden musste. Außerdem hatte Ariba ihn auf dem Kieker, jagte ihn zu gerne in die Röhre. Obwohl, oder gerade weil er so viele "Mankos" hatte, wurde er schnell mein ungekrönter König unseres ersten Wurfes. 2007 sollte sein Jahr werden. Er sollte die "Meisterprüfung" über der Erde für Teckel absolvieren und war bereits für die Bauprüfungen in Serbien und Frankreich gemeldet, die er gewiss mit dem gleichen Ergebnis wie seine Eltern und Geschwister bestanden hätte. Die praktischen Jagdeinsätze und Erfolge mit ihm über und ungewöhnliche Erlebnisse unter der Erde zeigten seine ganze Güte. An Silvester 2006 wurde er, gerade dreijährig, vergiftet. Er wird für mich immer der besonderste Welpe unserer Zucht bleiben. Wir sind unendlich traurig.


Farida

 

Es kommt mir vor, als wäre es gerade gestern gewesen, dass Faridas Besitzer vor den Welpen stand und noch bevor er sich ein Mädchen aussuchte uns ganz unmissverständlich klar machte, was sein Hund können soll. Aus diesen Eltern, so dachten wir, müsste die Kleine das wohl hinbekommen. Gute DD gewohnt, wurde Farida von nun an kritisch beäugt und beurteil. Kurzum, sie wurde was sie war: als "Bewacher" einer Straußenwirtschaft, als Partner einer älteren Dackeldame und als Familienhund nett und freundlich, auf der Jagd und an Sauen ein Kampfschwein. Sie überzeugte so sehr durch Cleverness und Jagdverstand, dabei aber immer mit kompromissloser Schärfe. An vielen Wochenenden gab es Außergewöhnliches von der Jagd über sie zu berichten. Sie stellte kranke Sauen im Wasser, fasste Stücke in einer gewissen Größenordnung, arbeitete kilometerweit Fährten... Ihr Besitzer wollte unbedingt einen Welpen von ihr haben. Nach der missglückten Sp-Prüfung sollte sie dieses Jahr zeigen, dass sie es natürlich besser kann. Nachdem im letzten Jahr zugunsten von Allegro Farida keinen Platz auf der SK-Bau-Prüfung mehr hatte, hätte sie diese, sowie die BhFK95 und die Vp absolvieren sollen. Ohne körperliche Mängel wäre der Formwert obligatorisch gewesen. Alles war geplant und wäre so schön gewesen. Im Januar 2009 machte ein Jäger, der den Finger nicht gerade lassen konnte ihrem Leben ein Ende. Sie hatte einen beschossenen Überläufer gestellt und hing nun an diesem. Obwohl sich der Schütze dessen bewusst war, schoss er die Sau und Farida starb mit ihr. Wir sind fassungslos, wütend und bleiben voller Unverständnis zurück. Aber die Trauer überwiegt.